CDU sieht Ravensburg auf gutem Weg

25.01.2018, dK

Bürgermeister und Baudezernent Dirk Bastin gibt beim Neujahrsempfang des CDU Stadtverbands Überblick über den Stand der Dinge bei Wohnungsbau und Gewerbegebieten

Ravensburg - Die Wohnungsnot ist in Ravensburg zwar nach wie vor groß, und es herrscht ein Mangel an Gewerbegrundstücken. Doch es passiert derzeit und in absehbarer Zukunft eine Menge, um diese Herausforderungen zu meistern. Das verdeutlichte Baubürgermeister Dirk Bastin, als er am Sonntag im vollbesetzten Kornhaussaal beim Neujahrsempfang des CDU-Stadtverbands über die Stadtentwicklung sprach.

Verunsicherungen und Herausforderungen 

CDU-Stadtverbandsvorsitzender August Schuler verwies darauf, dass in der Bevölkerung trotz guter Wirtschaftslage eine große Verunsicherung herrsche, weil der rasante Wandel in einer globalisierten Welt und instabile politische Verhältnisse in vielen Regionen Zukunftsängste schürten. "Wir sollten unsere Gestaltungskraft nicht vergessen", so Schuler. Optimismus verbreitete auch Oberbürgermeister Daniel Rapp, indem er an den Gemeinschaftssinn der Ravensburger mit ihrem hohen ehrenamtlichen Engagement erinnerte. Herausforderungen wie die Integration von Flüchtlingen gelinge damit wesentlich besser als in Kommunen, in denen dieser Gemeinsinn nicht so ausgeprägt sei. 

Hauptaufgabe Wohnungsbau

Auch ohne den Zuzug so vieler Menschen etwa aus Syrien und Afrika ist der Bauverwaltung der Bau neuer Wohnungen auch und gerade für Menschen mit mittlerem oder geringem Einkommen eine Hauptaufgabe. Dabei gelte es, so der Baudezernent, die städtebauliche Qualität weiter zu verbessern und darauf zu achten, dass es sich in Ravensburg gut leben und arbeiten lässt. Dazu gehören für Bastin gute Fuß- und Radwegenetze ebenso wie eine leistungsfähige regionale Verkehrs-Infrastruktur, die August Schuler angesprochen hat, indem er an den Beginn der Südbahn-Elektrifizierung und den Bau der B 30-Süd sowie die Bemühungen um den Bau des Molldiete-Tunnels erinnerte.

Der Wohnungsdruck ist gestiegen

Bastin legte in seinen Ausführungen zum Wohnungsbau den Schwerpunkt auf Projekte in der Kernstadt, etwa den Bau einer Wohnanlage in der Gartenstraße, das Areal des früheren Paketzentrums in der Olgastraße oder das Projekt des Bau- und Sparvereins auf der Galgenhalde, wo 100 Wohnungen entstehen und dazu beitragen werden, dass mehr junge Menschen in diesen überalterten Stadtteil ziehen. Als eines der besten Gewerbegebiete der Region bezeichnete Bastin Erlen, das auf den Ortschaften Schmalegg und Taldorf verwirklicht werden konnte. Der Zugewinn an Arbeitsplätzen habe dazu geführt, dass der Druck auf den Wohnungsmarkt stärker gestiegen sei als die Entlastung durch den Bau neuer Wohnungen. Ravensburg sei gewappnet, auch unerwartete Herausforderungen zu meistern. Die Bauverwaltung sei dafür gut aufgestellt und bereit die Herausforderungen zu meistern.

Ehrung für Rudi Hämmerle 

Fraktionsvorsitzender August Schuler nutzte die Neujahrsversammlung zur Ehrung des Stadtratskollegen Rudi Hämmerle. Dieser hatte nach 13 Jahren Tätigkeit als stellvertretender Fraktionsvorsitzender sein Amt im Sommer 2017 an die Kollegin Margret Eger übergeben. Er bleibt der Fraktion jedoch als Stadtrat und Schatzmeister erhalten. August Schuler bedankte sich im Namen der CDU Fraktion und nannte Rudi Hämmerle einen verlässlichen, treuen, loyalen und kompetenten Kollegen. „Er war und ist eine Persönlichkeit, dem die Fraktion und die Menschen vertrauen, ein Stadtrat der kommunalen Gestaltung und der Tat. Fachmann für Haushalt und Finanzen, für Kultur, Bildung und Schulentwicklung.“ Und Hämmerle sei immer auch ein menschlicher Kollege, dem die Begegnung, die Gemeinschaft der Fraktion und das Wohl der Gesamtstadt wichtig sei. Die Fraktion freue sich sehr, so der Vorsitzende, dass Rudi Hämmerle auch in Zukunft an verantwortlicher Stelle wichtige politische Akzente setzen werde.

Text: Anton Wassermann, Schwäbische Zeitung Ravensburg und CDU Stadtverband Ravensburg