Abgeordnetentag mit August Schuler in Schmalegg

17.05.2017, dK
Abgeordnetentag mit August Schuler in Schmalegg
Quelle: Jürgen Büchle
Gelungener Auftakt des Abgeordnetentages bei der Bäckerei Pfisterer, v.l.n.r.: Hugo Adler,
Manuela Hugger, Marion Wick, Susanne Pfisterer, August Schuler und Roland Koch
 

Auf Einladung des CDU-Ortsverbandes Schmalegg und ihrer Vorsitzenden Marion Wick trafen sich am Mittwoch, den 17.05.2017, unser Landtagsabgeordneter August Schuler, begleitet vom Ehrenvorsitzenden der CDU Schmalegg Hugo Adler, Ortsvorsteherin Manuela Hugger, Ortschaftsrat Roland Koch und weiteren Bürgerinnen und Bürgern zum traditionellen Abgeordnetentag in Schmalegg. Startpunkt der diesjährigen Besuchsreihe war die Bäckerei Pfisterer in Aulwangen, die Bäckereimeisterin Susanne Pfisterer bereits seit mehr als 20 Jahren mit Herz und Leidenschaft in Eigenregie betreibt. Nicht ohne Stolz führte Frau Pfisterer die Besucher in ihre helle und moderne Backstube, die nach einem Umbau eines ehemaligen Stallgebäudes als vergrößerte Betriebsstätte auf dem elterlichen Hof in 2010 fertiggestellt wurde. „Die Umbauphase war nicht leicht, mittendrin auch noch der große Hagelschlag.“, erinnert sich Frau Pfisterer. „Heute kann ich mich jederzeit auf die Bedürfnisse meiner Kunden einstellen“, so Frau Pfisterer, als Sie den Anwesenden ihre Philosophie erläutert. Der Betrieb ist längst fest etabliert, die Investitionen für die Räumlichkeiten und technische Ausstattung haben sich gelohnt. Wer im Ravensburger Bauernmarkt oder im Markttreff Schmalegg Brot und Backwaren kauft, kennt die Produkte von Susanne Pfisterer: schmackhafte Brote, Kleinbrot und Kuchen, hergestellt aus handverlesenen Zutaten der Region. Davon konnten sich nach der sehr beeindruckenden Besichtigung alle Gäste selbst überzeugen, bei einem leckeren Stück Rhabarber- und Apfelkuchen frisch aus der Backstube.

Zweite Station des Nachmittages war der Besuch der Firma Stehle Etiketten im Gewerbegebiet Okatreute. Inhaber und Geschäftsführer Hans-Peter Jerg führte seine Gäste in seiner Einführung durch die seit 1973 bestehende Geschichte des Unternehmens, begleitet durch Veranschaulichung der ersten historischen Selbstklebe-Etiketten bis hin zu den Produkten von heute. Jerg, der die Firma im Jahr 2003 von den Brüdern Klaus und Hubert Stehle mit sechs Mitarbeitern übernommen hat, beschäftigt heute 15 Mitarbeiter. Seine Kunden kommen aus unterschiedlichen Branchen und gehören zum Teil von Beginn an zu den Auftraggebern des Unternehmens. Aus den Bereichen Lebensmittel, über Industrie und Handel, bis hin zu Spielwaren und zahlreichen weiteren Branchen setzt sich die Liste der namhaften Hersteller und Kundenverbindungen zusammen. „Der Erfolg des Unternehmens ist eng mit meinen hochqualifizierten Mitarbeitern verbunden, ihnen ist unser nachhaltiges aber gesundes Wachstum zu verdanken“, betont Jerg in seinen Ausführungen.
Beim anschließenden Rundgang durch die Produktionsstätte konnten die Besucher Einblick nehmen in die Abläufe und den beeindruckenden technischen Anlagen des Betriebes.



Der Besuch der Firma TVR Film & Television , ebenfalls ansässig im Gewerbegebiet Okatreute, stand anschließend auf dem Programm. Gleich beide Geschäftsführer, Reinhold Jerney und Leif Pasold, ließen es sich nicht nehmen, August Schuler und die weiteren Besucher persönlich zu begrüßen. Die TVR produziert im Auftrag von öffentlich-rechtlichen und privaten Fernsehsendern sowie Unternehmen Filmbeiträge unterschiedlichster Art. Brandaktuelle lokale Nachrichtenbeiträge gehören genauso dazu wie Dokumentationen und aufwendige Produkt- und Imagefilme. Dabei setzt das Team modernste Kamera- und Tontechnik ein, sogar eine Drohne für Luftaufnahmen gehört inzwischen zum Standard-Equipment. Für die Datenübermittlung der produzierten Beiträge an die Fernsehanstalten sorgt eine schnelle Breitband-Internetverbindung. „Ein absolutes Muss heutzutage!“, so Jerney und ergänzt: „Früher haben wir die fertigen Beiträge noch mit dem Moped zum SWR nach Friedrichshafen oder auch weiter weg hingefahren.“ Anhand von zwei Filmbeispielen, einem Fernsehbeitrag für den SWR 3 und einem Produktfilm eines Nähmaschinenherstellers, konnten sich die Gäste im wahrsten Sinne des Wortes ein Bild davon machen, wie komplex, aber auch sehr spannend und abwechslungsreich die Arbeit an einer Filmproduktion ist.

Der Besuch des Obstbaubetriebes Markus Bentele in Geratsberg, der vierten Station des Abgeordnetentages, stand ganz im Zeichen der Folgen der Frostschäden an den Obstbäumen, aus den Kältenächten vom 19. bis 21. April. Markus Bentele und weitere Inhaber von Obstbaubetrieben aus der Region berichteten aus erster Hand von der aktuellen Situation, inmitten vom Frost zerstörter Kirschblüten. „Die Lage vor Ort ist für viele Betriebe existenzbedrohend, wir haben nahezu vollständigen Ausfall bei Kirschen und bis zu 75% Ausfall bei den anderen Obstsorten.“, sagte Bentele zu Beginn des Treffens. August Schuler und Axel Müller, CDU Direktkandidat für den Bundestag im Wahlkreis Ravensburg, erläuterten den aktuellen Stand der Pläne für die finanzielle Unterstützung der Obstbauern durch das Land Baden-Württemberg. „Der Weg für finanzielle Hilfen des Landes ist durch die Deklaration des Wintereinbruches als Naturkatastrophe frei. Jetzt gilt es, die richtigen Maßnahmen festzulegen und umzusetzen.“, so Schuler. Klare Worte fanden die anwesenden Obstbauern zur Frage, woran sich die Zahlungen orientieren sollten. Direkte und unbürokratische Zuwendungen, z. B. nach Größe der Anbaufläche, seien zielführender, als indirekte Hilfen in Form von Steuervergünstigungen oder zinsvergünstigten Darlehen. Es sei zudem erforderlich, nachhaltige Lösungen für die Zukunft zu finden, z. B. öffentliche Zuschüsse für bezahlbaren Versicherungsschutz gegen Elementargefahren, nach dem Vorbild der Österreicher, die neben Hagel auch Frostschäden abdeckt. Es entwickelte sich eine rege Diskussion aller Beteiligten, auch in weiteren Themen des schwierigen gesamtwirtschaftlichen Umfeldes, mit denen die Obstbaubetriebe praktisch täglich konfrontiert werden. August Schuler betonte abschließend, dass er sich weiter für die Interessen der Betroffenen einsetzen wird und die angesprochenen Themen von heute einbringen wird. Für den weiteren direkten Dialog mit den Obstbauern und ihm wurden beiderseits die Kontaktdaten bei der Verabschiedung ausgetauscht.



Zum Ausklang des Tages traf man sich in Schulze’s Stube“ in Okatreute mit weiteren hinzugekommenen Bürgerinnen und Bürgern aus Schmalegg. Nach Begrüßung durch die Vorsitzende des CDU-Ortsverbandes Schmalegg, Marion Wick, richtete August Schuler seinen Dank an den Ortsverband für die Auswahl und Organisation des sehr abwechslungsreichen Programms. Besonders bedankte er sich bei den gastgebenden Gewerbetreibenden der heutigen Besuchsreihe für ihren herzlichen Empfang und ihre Gastfreundschaft. Die Vielfalt und der Facettenreichtum der Unternehmen in Schmalegg habe ihn erneut sehr beeindruckt, die offenen Gespräche und gewonnen Eindrücke sind stets wertvoll für seine Arbeit als Landtagsabgeordneter. Mit diesem Dank und der Bitte um Unterstützung für Axel Müller übergab er das Wort direkt an den CDU Direktkandidaten für den Bundestag. In seiner Rede skizzierte Müller den Kurs der CDU und von Kanzlerin Merkel für die Bundestagswahl. „Die letzten Landtagswahlen haben eindrucksvoll bestätigt, dass Beständigkeit in den Themen der CDU und die kontinuierliche Arbeit der Kanzlerin sehr gut bei den Bürgerinnen und Bürgern ankommen.“, führte Müller aus. Und zu seinen eigenen Ambitionen: „Mein angestrebtes Ziel ist von besonderer Bedeutung. Ich habe ein tiefes Bewusstsein für die große Aufgabe und Verantwortung, Direktkandidat in der Nachfolge von Dr. Andreas Schockenhoff (†) zu sein.“