„Das Image der Milchwirtschaft verbessern“

30.07.2015, aS
„Das Image der Milchwirtschaft verbessern“
Foto (Firma OMIRA, von links):

CDU Kreisvorsitzender Minister a. D. Rudi Köberle, MdL; OMIRA-Aufsichtsratsvorsitzender Erich Härle;

Europaabgeordneter Norbert Lins, OMIRA-Geschäftsführer Ralph Wonnemann; Waldemar Westermayer, MdB;

Fraktionsvorsitzender und CDU Landtagskandidat August Schuler.
 

Abgeordnete Norbert Lins (MdEP), Waldemar Westermayer (MdB) und Rudi Köberle (MdL)  zu Besuch bei der OMIRA in Ravensburg

„Wir müssen etwas für das Image unserer Milchwirtschaft tun“, das ist das einstimmige Resultat des Besuchs von Norbert Lins, Mitglied im Landwirtschaftsausschuss des Europäischen Parlaments, am 30.07.2015 bei der OMIRA GmbH in Ravensburg. Mit dabei waren Waldemar Westermayer, CDU-Bundestagsabgeordneter;  Rudolf Köberle, CDU-Landtagsabgeordneter, sowie August Schuler, CDU-Fraktionsvorsitzender und CDU Landtagskandidat im Wahlkreis Ravensburg. Gemeinsam diskutierten sie mit OMIRA Geschäftsführer Ralph Wonnemann und dem Aufsichtsratsvorsitzendem Erich Härle (Ostrach, Kreis Sigmaringen).  Insbesondere waren zwei Themenschwerpunkte den beiden OMIRA Vertretern ein großes Anliegen, wozu sie auch die Politik in der Pflicht sehen: Dies ist zum einen die aktuell einseitige mediale Berichterstattung über die Milch und Milcherzeugung sowie zum anderen die finanzielle Belastung der Landwirte aus der zu zahlenden Superabgabe und aus den neuen verschärften Anforderungen an die Lagerung und Ausbringung von Gülle.

„Der Konsum von Trinkmilch ist insbesondere in Deutschland in letzter Zeit trotz niedriger Preise rückläufig, so dass klar die Frage gestellt werden muss, ob dies nicht auch mit der einseitig negativen Berichterstattung rund um das Thema Milch und Milchviehhaltung in den deutschen Medien zusammenhängt“ so Ralph Wonnemann. Alle Herren sind sich einig, dass die Verbraucher durch die skandalisierenden Medienberichte beunruhigt sind und Lösungsansätze gefunden werden müssen, um dieser Verunsicherung entgegenzuwirken. Eine vermehrte Aufklärungsarbeit wird notwendig sein, um die Bevölkerung über die aktuellen und hochwertigen Qualitätsstandards und  Maßnahmen in der Milchviehhaltung sowie die aufrichtige Arbeit der meisten Milcherzeuger zu informieren. Dies sieht auch Norbert Lins so: „Wir müssen wieder deutlich zeigen was die Landwirtschaft alles leistet. Dazu sollten wir die Verbraucher und Verbraucherinnen auf die Höfe einladen und die Ställe für sie öffnen“.

Ein weiteres Thema, das Wonnemann und Härle stark beschäftigt ist die zu zahlende Superabgabe der Landwirte für eine Mengenüberschreitung der Milchquote. „Die Auswirkung der Superabgabe auf die Betriebe ist bereits absehbar. Klar ist, dass es einige Betriebe hart treffen wird und sie mit großer Wahrscheinlichkeit Liquiditätsprobleme bekommen werden“, so Erich Härle. Norbert Lins kann die Sorge der Landwirte nachvollziehen. Es wurde versucht eine weiche Landung hinzubekommen. Derzeit strebt er an, im Konzert der verschiedenen europäischen Interessen zu ermöglichen, dass die einbehaltene Superabgabe wenigstens in der Agrarpolitik verbleibt.

Im Anschluss an die Diskussionsrunde fand unter fachkundiger Leitung von Klaus-Dieter Kubelke, Betriebsleiter in der OMIRA am Standort Ravensburg, eine ausführliche Betriebsbesichtigung statt. Gemeinsam wurde eines der Herzstücke der OMIRA, die Milchpulverherstellung, besichtigt. Aber auch andere Bereiche wie z. B. die Milchannahme, die Milcherhitzung, die Joghurtabfüllung und die Butterabpackung wurden bei dem Rundgang in Augenschein genommen.

Text: OMIRA Oberland-Milchverwertung GmbH

Öffentlichkeitsarbeit Frau Schwarzpaul