EU Kommissar Günther Oettinger in Ravensburg:

07.03.2016, aS
EU Kommissar Günther Oettinger in Ravensburg:
Quelle: Siegfried Heiss
 

"Digitale Revolution nicht verschlafen!"

Auf Einladung des CDU Landtagskandidaten für den Wahlkreis Ravensburg August Schuler war sein langjähriger politischer Weggefährte, CDU Fraktionsvorsitzender, Ministerpräsident und jetziger EU Kommissar für digitale Infrastruktur Günther Oettinger ins Schussental gekommen. Er sprach eine knappe Stunde vor über 150 Besuchern in der TWS-Aula im gewohnten Oettinger-Stil: in freier Rede, in schneller Sprache, im Honoratioren-Schwäbisch, mit starker Souveränität und Sachkenntnis.

Zuvor hatte August Schuler die Anwesenden begrüßt, darunter den CDU Bezirksvorsitzenden Thomas Bareiß, MdB; den Europabgeordneten Norbert Lins, Altlandrat Kurt Widmaier, IHK Vizepräsidentin Anne Schmieder sowie den langjährigen Handwerkskammer-Präsident Anton Gindele.

In Grußworten betonten Norbert Lins, MdEP und TWS-Chef Dr. Andreas Thiel-Böhm die europäischen und die regionalen Offensiven für den  Breitbandausbau etwa mit der Glasfasertechnologie.  Die TWS ist an der Teledata beteiligt und forciert den Netzausbau. Zusätzlich haben sich 33 Gemeinden des Landkreises unter Vorsitz von Bürgermeister Jochen Spieß (Fronreute) zu einem Zweckverband für den digitalen Ausbau des ländlichen Raumes zusammengeschlossen.

Günther Oettinger kündigte eine großangelegte europäische digitale Offensive für 2016 an. Diese werde auf der Hannovermesse der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Zur nationalen und europäischen Umsetzung werden in den kommenden Jahren Milliarden von Euro eingesetzt. Die digitale Revolution, so Oettinger werde zum einen unsere Lebens- und Arbeitsbedingungen völlig verändern und sei zum anderen die wesentliche Voraussetzung für die Umsetzung der Wirtschaft 4.0 und der Industrie 4.0. Vergleichbar in der Menschheitsgeschichte sei dies etwa, so Oettinger mit der Erfindung des Buchdrucks oder der Dampfmaschine. Ohne einen umfassenden Ausbau der digitalen Infrastruktur ("schnell, überall nutzbar und effizient) sei die Zukunft Deutschlands und des Hightech-Landes Baden-Württemberg nicht gesichert. "Wir dürfen diesen digitalen Anschluss nicht verschlafen", beschwor Oettinger die Anwesenden. Er rief einmal mehr dazu auf sich in Sachen Digitale Medien weiterzubilden und deren Anwendungen und gesellschaftliche Chancen bei Information, Kommunikation, Mobilität, Automotive und Gesundheitsvorsorge ins Blickfeld zu nehmen.

Zum Abschluss seiner Rede warb der EU-Kommissar vehement für den CDU Spitzenkandidaten Guido Wolf: "Er hat als erfolgreicher Bürgermeister, Landrat und Abgeordneter über Jahre bewiesen, daß er die richtige Ministerpräsidenten-Persönlichkeit ist. Er kann und wird unser Land führen. Und zum Landtagskandidaten August Schuler gewandt: "Ich kenne ihn seit Jahrzehnten. Er ist bürgernah, bodenständig und immer nahe bei den Menschen. Als erfahrener Stadtrat, Kreisrat und Fraktionsvorsitzender kann er sofort seine Aufgaben als Abgeordneter wahrnehmen und eine starke Stimme Oberschwabens in Stuttgart sein. Ich empfehle ihn mit einem sehr guten Ergebnis nach Stuttgart zu senden!"