Ohne Ruten auch kein Rutenfest - Minister dankt den Waldarbeitern. Bürgermeister Kraus: Rutenfest und Natur gehören zusammen
Rutenkinder ziehen zum Ruten schneiden mit Forstminister Köberle in den Wald
26.07 2010, Ulrich E. Bohn
Erstmals beim Rutenschneiden im Ravensburger Wald (von links): Stadtförster Wolfram Fürgut, Forstminister Rudolf Köberle MdL, Bürgermeister Kraus, Dieter Kiderlen und Dieter Graf von der Rutenfestkommission, Forstamtsleiter Dr. Rolf Bosch und Magister Wolfram Schmid mit Waldarbeiter und Rutenkinder.Bildnachweis: Ulrich Bohn
Ravensburg (ubo) - Sie geben dem Ravensburger „Fest der Feste" ihren Namen: Die Ruten. Doch wo kommen sie her, die vielen Rutenzweige? Rutenkinder zogen in diesem Jahr erstmals mit dem baden-württembergischen Forstminister Rudolf Köberle MdL, mit ihrem Magister, mit Waldarbeitern und mit dem Vorstand der Rutenfestkommission in den Ravensburger Wald zum Rutenschneiden.
Es ist nicht ganz klar, ob sie einst vor über 350 Jahren zur Züchtigung eingeholt wurden, oder ob die Ruten in der Pestzeit sozusagen Grußruten waren, mit denen sich man berührte, um aus Vorsicht vor Ansteckungen den persönlichen und direkten Kontakt beim Grüßen zu vermeiden. Wann und warum auch immer damals Ruten geschnitten wurden ist heute zweitrangig, so Land- und Forstwirtschaftsminister Rudolf Köberle, „ heute sind die laubbegrünten Äste der wild wuchernden Haselnussbüsche die grüne Zier des Rutenfestes, im Festzug ebenso wie im Rutentheater oder bei den festlichen Empfängen. Und das ist schön so. Schließlich gäbe es ohne Ruten kein Rutenfest. Und ein Rutenfest 2010 ist ohne Ruten auch undenkbar." So machten sich Minister und Magister Wolfram Schmid mit den Rutenkindern Anua, Philipp, Milo und Valerie sowie Vertretern der Rutenfestkommission, Stadtförstern und Waldarbeitern am Rutensamstag früh auf den Weg zum Rutenschneiden. „Ein ganz besonderes und bisher einmaliges Erlebnis, nachdem ich schon so viele Rutenfest miterlebt habe", freute sich Rudi Köberle, den bei diesem Anlass auch einmal den Ravensburger Forstleuten für ihre Arbeit im Wald dankte. „Als Grüne Lunge für die Stadt, vor allem aber als Naherholungsgebiet für viele Wanderer, Spaziergänger, Sportler und Familien sind die Wälder rund um die Stadt ein wichtiges und ein gepflegtes Refugium", so der Minister als oberster Hüter der Wälder in Baden-Württemberg. Der Stadt Ravensburg dankte Köberle, dass sie die Einnahmen aus dem Wald fast ausnahmslos in diese Freizeiteinrichtung
Wald investiere.
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