Schule schwänzen rettet das Klima nicht

28.01.2019, SB
Schule schwänzen rettet das Klima nicht
Quelle: CDU
Auszug Koalitionsvertrag
 
Tausende Schüler springen auf den Zug der Klima-Demos während der Schulzeit auf, der von einer schwedischen „Aktivistin“ gestartet wurde und unter Anfeuerung grüner Verbände schnell Fahrt aufnahm. Die Reaktion der Schulen ist unterschiedlich und reicht von Ordnungsstrafen bis zur aktiven Unterstützung.

Der CDU Ortsverband Ravensburg begrüßt ganz ausdrücklich, wenn sich Schülerinnen und Schüler politisch engagieren und ihre Meinung auch bei einer Demonstration vertreten. Aber, das Credo: „Schwänzt die Schule und tut dabei Gutes für das Klima“ ist uns zu kurz gegriffen.

Schulrechtlich ist der Sachverhalt eindeutig: Eine Beurlaubung von Schülern für die Teilnahme an Demonstrationen ist gemäß Schulbesuchsverordnung nicht genehmigungsfähig – und das ist nach unserer Meinung auch gut so. Denn läge es am guten Willen und der eigenen Überzeugung des Schulleiters, für welche Demonstrationen seine Schüler beurlaubt werden und für welche nicht, wäre dies eine untragbare Manipulation der Meinungsbildung der Heranwachsenden. Im Beutelsbacher Konsens ist klar geregelt, dass Kontroverses auch in der Schule kontrovers darzustellen ist. Aufgabe der Schule ist somit, und dies ist ganz im Sinne des humboldtschen Bildungsideales zu sehen, die Entwicklung ihrer Schützlinge zu autonomen, aufgeklärten Individuen zu unterstützen, welche in der Lage sind, sich selber eine Meinung zu bilden. Schule schwänzen für politische Ziele ist hiermit unvereinbar. Bildung und Aufklärung sind das beste Mittel gegen Populismus! Wir wünschen uns statt einer, wenn auch nur stillschweigenden Unterstützung des Schule Schwänzens eine Konzentration auf Fakten, gerade im naturwissenschaftlichen Bereich. Insbesondere im sensiblen Klima- und Umweltbereich fordern wir, statt Meinungen Fakten zu vermitteln. Statt eine 16-jährige Schulschwänzerin zur Ikone einer populistischen Bewegung hochzustilisieren, sollten verstärkt tatsächliche Experten zu Wort kommen, die es an jeder Schule in Form von gut ausgebildeten naturwissenschaftlichen Lehrkräften gibt