„Die persönliche Freiheit ist und bleibt das höchste Gut des Menschen!” (Konrad Adenauer)

28.01.2019, SB
„Die persönliche Freiheit ist und bleibt das höchste Gut des Menschen!”  (Konrad Adenauer)
Quelle: Privat
Stadtverbandsvorsitzender August Schuler MdL ehrt seinen langjährigen Freund während einer Feier im Seniorenzentrum Weststadt für 60 Jahre Mitgliedschaft und Engagement für die Union im Allgäu und in Oberschwaben. Schuler zitierte einmal mehr den ersten Bundesvorsitzenden und Kanzler Konrad Adenauer: „Ehrungen, das ist, wenn die Gerechtigkeit ihren liebenswürdigen Tag hat.“
- Albert Frey, langjähriger stellvertretender Kreisvorsitzender in den Verbänden Wangen und Ravensburg für 60-jährige CDU Mitgliedschaft geehrt -
Eine Begegnung mit Albert Frey - wohnhaft in einem Bungalow im Seniorenzentrum Weststadt in Ravensburg  - ist immer begleitet von einem „Eintauchen“ in unsere Unionsgeschichte. Frey ist ein Zeitzeuge der Bonner Republik. Seine geographischen Lebensstationen sind der Schwarzwald, das Allgäu und Oberschwaben. 1937 wird Frey in Oberndorf am Neckar geboren, er wächst in Schramberg-Heiligenbronn auf, besucht das Konvikt in Rotteil. Diesem Aufwachsen in Hochburgen der alemannischen Fasnet verdankt Albert Frey bis heute seine Freude und seine Leidenschaft für dieses traditionellen Brauchtum. Nach dem Abitur 1956 studiert er Rechtswissenschaften in Tübingen, in Bonn (SS 1957), München (WS 1957/1958) und Berlin (SS 1958), wird dann Referendar in Ravensburg. Zunächst wird Frey in der Verwaltung des Hauses Waldburg-Zeil Justitiar und Fürstlicher Rechtsrat (1986-1975), ist selbständiger Rechtsanwalt (ab 1975). Heute hält der Unions-Jubilar und Vater Albert Frey engen familiären Kontakt zu seinen Kindern Susanne und Stephan, sowie zu seinem Enkelsohn.
Erste Stationen in der CDU 
Bereits als 20-Jähriger tritt Albert Frey der Union bei, ist begeisterter Wahlkämpfer bei den Bundestagswahlen (1957 erzielt die Union mit 50,2 % die absolute Mehrheit im Bundestag) und den Landtagswahlen. Während seines Jurastudiums in Bonn kann er 1957/58 mehrmals Bundeskanzler Konrad Adenauer persönlich erleben. Etwa bei Wahlkampf-Auftritten in der Dortmunder Westfalenhalle, an der Universität Bonn und natürlich im Bundestag.  In Ost-Berlin erlebt Frey 1958 den SED-Vorsitzenden Walter Ulbricht am 5. Parteitag und damit den extremen gesellschaftlichen Gegensatz zwischen sozialer Marktwirtschaft und staatlich gelenktem Sozialismus, zwischen Freiheit und kommunistischer Unterdrückung. Frey tritt dem Arbeitskreis „Christlich Demokratischer Juristen“ bei, arbeitet aktiv an Parteiprogrammen mit, engagiert sich für die Deutschlandpolitik und die Wiedervereinigung. Sein politischer Ziehvater in der deutsch-deutschen Politik ist der Bundestagsabgeordnete Claus Jäger (MdB von 1972-1994) aus Wangen-Deuchelried, zu Weggefährten seit seinem Engagement bei der Jungen Union werden ihm Bruno Heck (Bundesgeschäftsführer, Bundesminister, CDU-Generalsekretär) und Robert Gleichauf (Finanzminister Baden-Württemberg). 
Junge Union Schramberg - Gründungsvorsitzender 
1959 wird Albert Frey Mitglied der Jungen Union, bis heute fühlt er sich dieser Vereinigung besonders verbunden. Er wird Gründungsvorsitzender der JU Schramberg, einer Stadt der Uhrenindustrie die zu dieser Zeit noch zum Bezirk Württemberg-Hohenzollern gehört.  Seine „JU-Mitstreiter“ sind Erwin Teufel (nachmaliger Ministerpräsident und Landtagsabgeordneter), sowie die späteren Bundestagsabgeordneten Heiner Geißler (Landes- und Bundesminister, CDU-Generalsekretär), Claus Jäger und Franz Sauter. Bei der Jungen Union macht Frey menschliche und politische Erfahrungen, die ihm bis heute präsent sind. Die JU war und ist ein wesentlicher Teil seines politischen Lebens und seines gesellschaftlichen Einsatzes.
Fusion der CDU Kreisverbände Wangen und Ravensburg 1974
Die Zeit der sozialliberalen Koalition (1969-1982) ist das Jahrzehnt der stärksten politischen Arbeit von Albert Frey. 1972 wird er stellvertretender Kreisvorsitzender und bleibt dies bis 1982. Dazu ist er ehrenamtlicher Kreisgeschäftsführer des Kreisverbandes Wangen. Bereits nach der Kreisreform in Baden-Württemberg zum 1.1.1973 fusionieren die Kreisverbände Wangen und Ravensburg. Erster Kreisvorsitzender des 1974 neuformierten Verbandes Ravensburg mit bis zu 4000 Mitgliedern wird Alfons Maurer (Ravensburg), seine Stellvertreter heißen Albert Frey(Leutkirch), Dr. Ludwig Wessinger (Wangen) und Heinz-Wilhelm Ortmann (Weingarten).  Mit großem menschlichen Einsatz und Diplomatie versuchen die Vorstände die verschiedenen politischen Naturelle der Allgäuer und Schussental-Mitglieder zusammenzuführen. Gleichzeitig gilt es erfolgreich Wahlkämpfe zu organisieren („Freiheit statt Sozialismus“), die etwa in Baden-Württemberg von 1972 bis 1992 zu absoluten Mehrheiten der Union führen. Im Bund wird Helmut Kohl 1982 Bundeskanzler, erreicht 1989/1990 die Wiedervereinigung und bleibt als „Kanzler aller Deutschen“ und „Ehrenbürger Europas“ bis 1998 im Amt. Seine Nachfolgerin wird ab 2000 als Bundesvorsitzende und ab 2005 Bundeskanzlerin Angela Merkel. 
Engagement in der Senioren Union 

Auch als Senior bleibt Albert Frey „seiner Union“ verbunden und treu. Als Mitglied der Senioren Union Ravensburg-Weingarten unterstützt er die langjährigen Vorsitzenden Rudolf W. Göser und dessen rührigen Nachfolger Willy Müller. Über viele Jahre ist Frey Beisitzer und Vorstandsmitglied und bleibt im wichtigen  „vorpolitischen Raum“ im aktiven Gespräch und in der Begegnung mit den inzwischen 175 Mitgliedern. Albert Frey hat über die Jahrzehnte eine vorbildliche Unionsarbeit für die Kreisverbände Wangen und Ravensburg und ihre Vereinigungen geleistet, er ist „seiner Union treu verbunden geblieben“. Der Stadtverband mit seinen vier Ortsverbänden Ravensburg, Eschach, Taldorf und Schmalegg, sowie mit seinen Vereinigungen und der Fraktion gratuliert mit großem Dank Albert Frey zum 60-jährigen Jubiläum und wünscht weiterhin viel Freude an der Unionsarbeit und vor allem eine gute Gesundheit.